Ratgeber · Wartezeit überbrücken

Wartezeit auf einen Therapieplatz: Was tun bis dahin?

Wenn du auf einen Therapieplatz wartest, bist du in dieser Zeit nicht ohne Möglichkeiten. Sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, lass dir über die Terminservicestelle 116 117 einen Termin in einer psychotherapeutischen Sprechstunde geben und sorge im Alltag gut für dich. Psychologische Beratung, etwa bei Christiane Marek in Essingen bei Landau oder online, gibt dir ohne Wartezeit einen Ort zum Sortieren, ersetzt aber keine Psychotherapie, wenn eine Erkrankung vorliegt.

Von Christiane Marek · 2. November 2026

Du hast den Entschluss gefasst, dir Hilfe zu holen. Das hat Kraft gekostet. Dann rufst du in Praxen an, landest auf Anrufbeantwortern und hörst: Wartezeit oft mehrere Monate. Viele Menschen fühlen sich in diesem Moment allein gelassen, gerade weil sie endlich bereit waren.

Ich möchte dir hier ehrlich zeigen, was du in der Wartezeit tun kannst. Welche offiziellen Wege es gibt, was dir im Alltag Halt geben kann, und was psychologische Beratung leisten kann und was nicht.

Welche offiziellen Wege gibt es, wenn ich keinen Therapieplatz finde?

Bevor du dich auf eine lange Warteliste einstellst, lohnt sich ein Blick auf die Wege, die das Gesundheitssystem dafür vorsieht.

  • Hausärztin oder Hausarzt: Hier kannst du schildern, wie es dir geht. Deine Hausarztpraxis kann körperliche Ursachen abklären, dich beraten und dir Adressen nennen. Sie kennt oft auch die Versorgung in deiner Region.
  • Terminservicestelle 116 117: Über die Nummer 116 117 oder online über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung bekommst du einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde. Das geht in der Regel deutlich schneller als die Suche auf eigene Faust.
  • Psychotherapeutische Sprechstunde: Dort schätzt eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut ein, was du brauchst und wie dringend es ist. Daraus kann sich eine Empfehlung für eine Psychotherapie ergeben, manchmal auch ein anderer Weg.
  • Mehrere Wartelisten: Lass dich ruhig bei mehreren Praxen vormerken und frag nach, ob du kurzfristige Absagen bekommen kannst.

Halte deine Anrufe und Termine in einer kleinen Liste fest. Das wirkt banal, entlastet aber, wenn der Kopf ohnehin voll ist.

Was hilft mir im Alltag, bis ein Platz frei wird?

Die Wartezeit ist kein leerer Raum. Kleine, regelmäßige Dinge geben vielen Menschen Halt, gerade wenn alles andere wackelt.

  • Ein fester Rahmen für den Tag: Aufstehen, essen und ins Bett gehen zu ähnlichen Zeiten. Struktur trägt, wenn die Kraft fehlt.
  • Bewegung an der frischen Luft: Ein Spaziergang um den Block zählt. Es geht nicht um Leistung, sondern darum, rauszukommen.
  • Mit jemandem sprechen: Eine Freundin, ein Bruder, eine Kollegin. Du musst nicht alles erzählen. Ein Satz wie „Mir geht es gerade nicht gut“ reicht oft schon.
  • Gedanken aufschreiben: Wenn das Gedankenkarussell abends nicht anhält, hilft es vielen, alles auf ein Blatt Papier zu bringen und das Blatt dann wegzulegen.
  • Den Anspruch senken: Du musst in dieser Zeit nicht funktionieren wie sonst. Was heute nicht geht, darf liegen bleiben.

Du musst die Wartezeit nicht aushalten wie eine Prüfung. Du darfst dir in dieser Zeit Unterstützung holen.

Was kann psychologische Beratung in der Wartezeit leisten?

Nicht jede schwere Phase ist eine psychische Erkrankung. Viele Menschen stecken in einer Lebenslage, die sie überfordert: Erschöpfung, nur noch funktionieren, eine Trennung, ein Job, der nicht mehr passt, innere Unruhe, die nicht weggeht. Für solche Lebenslagen ist psychologische Beratung da.

In meiner Praxis in Essingen bei Landau oder online per Video schauen wir gemeinsam auf deine Situation. Was belastet dich gerade am meisten? Welche Muster wiederholen sich? Und was trägt dich, auch wenn du es im Moment kaum spürst? Ich arbeite psychologisch-systemisch und ressourcenorientiert. Wir suchen nicht, was mit dir nicht stimmt, sondern was dich hält.

Beratung bei mir hat keine Wartezeit. Du brauchst keine Diagnose und keine Überweisung, und es entsteht kein Eintrag in einer Krankenakte. Es ist eine Privatleistung, die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht.

Ich kenne Phasen von Erschöpfung und Umbruch aus meinem eigenen Leben. Ich weiß, wie lang sich Wochen anfühlen können, in denen man auf etwas wartet.

Wo sind die Grenzen der Beratung?

Das ist mir wichtig, deshalb sage ich es klar: Psychologische Beratung ersetzt keine Psychotherapie. Ich bin psychologische und systemische Beraterin, keine Therapeutin. Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine Erkrankungen.

Wenn bei dir eine psychische Erkrankung vorliegt oder vermutet wird, gehört das in ärztliche und psychotherapeutische Hände. Dann ist es richtig, an der Suche nach einem Therapieplatz dranzubleiben. Wenn du parallel zur Wartezeit eine Beratung überlegst, sprich das gern mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der psychotherapeutischen Sprechstunde an. Und wenn ich im Gespräch den Eindruck habe, dass du mehr brauchst, als Beratung leisten kann, sage ich dir das offen.

Was tun, wenn es mir in der Wartezeit plötzlich schlechter geht?

Warte nicht, wenn es kippt. Wenn du in einer akuten Krise bist oder Gedanken hast, dir etwas anzutun, gibt es sofort Hilfe:

  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, kostenlos und rund um die Uhr
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
  • Im Notfall: 112

Du störst dort niemanden. Genau dafür sind diese Stellen da.

Dein erster Schritt

Wenn du merkst, dass dir ein Gespräch jetzt guttun würde, buch dir ein kostenloses Erstgespräch. Es dauert 15 Minuten, und ich rufe dich zur gebuchten Zeit an. Wir schauen gemeinsam, wo du stehst und ob Beratung für dich gerade der passende Weg ist. Wenn nicht, sage ich dir das ehrlich und wir überlegen, wer dir besser weiterhelfen kann.

Häufige Fragen dazu

Wie lange wartet man auf einen Psychotherapieplatz?

Das ist je nach Region sehr unterschiedlich, oft sind es mehrere Monate. Schneller geht in der Regel ein Termin in einer psychotherapeutischen Sprechstunde, den du über die Terminservicestelle unter 116 117 bekommst. Dort wird eingeschätzt, was du brauchst und wie dringend es ist.

Kann psychologische Beratung die Wartezeit auf eine Therapie überbrücken?

Beratung kann dir in einer belastenden Lebenslage einen Ort zum Sortieren und neue Perspektiven geben, und das ohne Wartezeit. Eine Psychotherapie ersetzt sie nicht. Wenn eine psychische Erkrankung vorliegt, bleib an der Suche nach einem Therapieplatz dran und sprich eine zusätzliche Beratung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Was mache ich, wenn es mir während der Wartezeit akut schlecht geht?

Warte dann nicht ab. Die Telefonseelsorge ist unter 0800 111 0 111 kostenlos und rund um die Uhr erreichbar, der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117. Im Notfall wähle die 112.

Brauche ich für psychologische Beratung eine Überweisung oder Diagnose?

Nein. Beratung bei mir ist eine Privatleistung, du brauchst weder Diagnose noch Überweisung, und es gibt keinen Eintrag in einer Krankenakte. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür nicht. Der Einstieg ist ein kostenloses Erstgespräch von 15 Minuten am Telefon.

Geht die Beratung auch online, wenn ich nicht in der Nähe von Landau wohne?

Ja. Das Beratungsgespräch findet in meiner Praxis in Essingen bei Landau oder online per Video über Zoom statt, deutschlandweit. Das kostenlose Erstgespräch führen wir am Telefon.

Wenn du das gerade selbst erlebst

Du musst das nicht allein sortieren. Im kostenlosen Erstgespräch (15 Minuten, telefonisch, kostenlos) schauen wir, wo du stehst und ob Beratung für dich passt. Mehr dazu auf der Seite Beratung ohne Wartezeit, auch online.